Insurgency: Sandstorm – aus einem Mod wird standalone

Mit Insurgency: Sandstorm kommt ein weiterer potenziell legendärer, First-Person-Shooter auf den Markt. Entwickelt wird der Multiplayer vom amerikanischen Studio New World Interactive, das sich bereits 2014 für Insurgency sowie 2017 für Day of Infamy auszeichnen konnte. Produziert wird Insurgency: Sandstorm im Übrigen auf der Unreal Engine 4, was in den ersten Gameplay-Videos bereits eindrucksvoll zu erkennen ist. Mit der Veröffentlichung am 12. Dezember 2018 durch Focus Home Interactive, ist das Spiel nun offiziell verfügbar. Dabei richtet sich das Gameplay auf den teambasierten Kampf aus, der ebenfalls feste Missionsziele besitzt und für krachende Nahkämpfe sorgt. Ebenso setzt Macher New World Interacitve auf Realismus, Taktik und wahres Können in den von der Intensität geprägten Schlachten.

Nachdem der Vorgänger Insurgency noch via Crowdfunding finanziert wurde, steht hinter dem Nachfolger mit Focus Home Interactive ein großer Name. Insurgency: Sandstorm soll dabei für mehr Erfolg sorgen, als der erste „Teil“ aus dem Jahr 2014. Denn Teamgeist und das Zusammenspielen stehen ganz oben auf der Prioritätenliste von Sandstorm.

Realismus und kein billiger Abklatsch

Das Insurgency: Sandstorm seinen Ursprung in einem Mod hat, merkt man recht schnell. Dabei hatte das Projekt vor einiger Zeit in der Freizeit begonnen. Gerade einmal zwei Enthusiasten hatten die Idee und wollten das unkonventionelle Konzept auf dem Feedback der Community aufbauen. Heute ist daraus ein Entwicklerstudio geworden, das mehr als 30 Leuten eine Arbeit bietet. So ist er entstanden, der moderne Shooter, der seine Wurzeln jedoch nie vergessen hat. Denn gerade der Realismus hat gerade Hochkonjunktur, womit Insurgency: Sandstorm den Nagel auf den Kopf trifft. Wobei, wie gesagt, die Wurzeln nicht vergessen wurden und so bietet die Script-Oberfläche des Spiels eine Menge Freiraum für kosmetische Veränderungen, neue Waffen und Szenarien.

Dennoch fällt in erster Linie die Parallele zu Counter Strike auf. Denn gerade in der Optik, die dank der Unreal Engine 4 sehr gut gelungen ist, lassen sich auf den ersten Blick Ähnlichkeiten erkennen. Zudem setzt das im Wüstensetting angelegte Spiel verstärkt auf Teamplay. Wo genau sich Insurgency: Sandstorm nun abspielt, ist unklar. Als wahrscheinlich gilt Nordafrika oder der Nahe Osten. Wirkliche optische Neuerungen gibt es hingegen nicht. Das Setting bringt ebenso genretypische Gebäude mit sich. Wer nun einen billigen Abklatsch von Arabstreets oder Dust2 erwarte, wird schnell eines Besseren belehrt. Denn wir finden uns wieder in Straßenschluchten, die unübersichtlicher nicht sein könnten sowie an kleinen Brücken, die für Unbedachte schnell zur Todesfalle werden können.

Gameplay und Features

Ein super-realistischer Shooter, wie beispielsweise ArmA 3, ist Insurgency: Sandstorm nicht. Jedoch ist auch hier nach einem gezielten Schuss Feierabend. Der Tod wartet an jeder Ecke und gehört zur Normalität. So wird die Deckung zu einem extrem wichtigen und strategischen Punkt. Dennoch gehört das Sterben dazu, wobei es keinen schnellen Respawn gibt. Wir können erst wieder beitreten, wenn die anderen aus dem Team den nächsten Zielpunkt erreicht haben. Keine Kompromisse macht das Spiel auch bei der Benutzeroberfläche. Denn diese gibt es während des Spiels nicht. Kein Fadenkreuz, keine Minimap. Nachgeladen kann nur werden, was an Munition dabei ist, gezielt wird über Kimme und Korn und wer getroffen wird, geht schnell zu Boden.

Insurgency: Sandstorm spielt sich hart, unnachgiebig und ohne Mitleid. Doch genau hierin liegen die Gründe dafür, dass es sich so unglaublich befriedigend anfühlt. Dabei ist die Lernkurve ansprechend und fordernd, ohne Neulinge dabei zu überfordern. So stehen jedem Spieler zu Beginn fünf Rollen zur Auswahl. Ebenso werden der Modus und der Schauplatz gewählt. Das Teamplay zeigt sich bereits in der Wahl der Charaktere. Der Captain hat beispielsweise ein Gerät, um Luftschläge anzufordern. Diese können jedoch nur mit der Hilfe des Spotters koordiniert werden. Denn nur so ist es möglich, die flächendeckenden Bombardements auszulösen. Ebenso findet der Spieler hier den Sprengstoffspezialisten, Scharfschützen und den typischen Frontkämpfer. Dabei wird vor jeder Runde die eigene Ausrüstung zusammengestellt.

In jedem Modus gilt es, die Missionsziele zu erreichen. Sei es ein Gebäude einzunehmen oder eine Person zu eskortieren. Dabei finden sich bis zu 32 Spieler in den Multiplayergefechten auf großen Karten. Hier gibt es zudem Drohnen, Fahrzeuge und sogar Hubschrauber. Wer nun jedoch eine Singleplayer-Kampagne erwartet, wird enttäuscht. Auch einzelne Einzelspieler-Abschnitte wird es nicht geben.

Insurgency: Sandstorm – ein Fazit

Atmosphärisch beeindruckend umgesetzt und mit dem Hardcore-Gameplay eines nichts verzeihenden Taktik-Shooters versehen, zeigt sich das Spiel beeindruckend. Spaßige Teamgefechte in einer realistischen Umgebung fordern das eigene Können und die Zusammenarbeit. Wer sich mit dem ständigen Tod im Genick wohlfühlt, ist bei Insurgency: Sandstorm perfekt aufgehoben.

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