Die Blizzcon ein verspäteter Aprilscherz? – Lichtblicke neben der Milliardenkatastrophe

World of Warcraft – Aus Alt mach Neu

Der aktuelle Stand von Blizzards wohl bekanntesten Spielefranchise, wird über den Köpfen vieler Spieler Fragezeichen hervorrufen.
Obwohl WoW weiterhin erfolgreich läuft und die Abonnenten bereits voller Erwartung auf Patch 8.1 und auch den erstmals vorgestellten Patch 8.2 warten, ist das begehrteste und aufsehenerregendste Thema doch die Neuveröffentlichung von World of Warcraft auf dem Stand des Jahres 2005, genauer Patch 1.12.
Das Classic getaufte Werk soll diejenigen nostalgischen Spieler abholen, denen das Spiel über die letzten 14 Jahre zu fremd geworden ist und den damaligen Erfolg wiederholen.
Starten soll die Version im Sommer 2019 und bisher bleibt abzuwarten, ob es in der Spielerschaft einschlägt, wie eine Bombe, oder als Opfer nostalgischer Verklärung endet.
Die spielbare Demoversion der Blizzcon verspricht zumindest Authentizität. Nicht zuletzt dank einem geplanten, nachgestellten Patchzyklus, um die damalige Reise möglichst gut nachzubilden.

Doch was passiert in Gegenwart und Zukunft?

Achtung WoW-Fans, es folgen leichte Spoiler!
Am 12. Dezember wird der kommende Patch 8.1 auf die Liveserver gespielt. In diesem wird die Kriegskampagne rund um Sylvanas und König Anduin fortgesetzt, bei Letzterer sich einen ungewöhnlichen Verbündeten an die Seite holt, der die Hordespielerschaft wohl oder übel spalten wird.
Geraidet wird die Hordehauptstadt, in der Schlacht von Dazar’Alor.
Der Raid erscheint allerdings erst Anfang 2019, bietet allerdings 4 normale und jeweils 4 allianz- und hordenexklusive Bosse, was eine Premiere in der Geschichte von Warcraft darstellt.
Der nachfolgende Patch 8.1.5 ermöglicht neben kleineren Änderungen endlich die Freischaltung der Rassen Kul Tiraner und Zandalari Troll und mit Patch 8.2 reisen die Spieler zu einer altbekannten Königin nach Hause: Aszara!

Ausbau des eSports

Blizzard legt seit einiger Zeit ihren Fokus mit Overwatch, Heroes of the Storm, Starcraft 2 und Hearthstone sehr auf den Esport-Bereich.
So fallen die Ankündigungen für soeben genannte Spiele solide aus, der große Jubel bleibt hier allerdings aus.

Rastakhans Rambazamba

Nicht nur in WoW wird der König der Zandalari aktiv, auch in Hearthstone wird bald fleißig in seiner Arena gekämpft.
Es handelt sich um eine herkömmliche Erweiterung des Sammelkartenspiels, die neben neuen Karten – inklusive neuer Mechaniken – auch neue kosmetische Items, wie Champions einführt.
Für Fans handelt es sich hier definitiv um eine wirklich lohnenswerte Boosterinvestition.

Bonnie und Clyde waren gestern – Macht Platz für Ashe und Bob!

Der erfolgreiche eSport Shooter kriegt Zuwachs im Kader.
Es handelt sich um die alte Partnerin von McCree: die weißhaarige Wildwest-Ganovin Ashe, die neben einer Flinte auch eine handliche Schrotflinte bei sich führt und als ultimative Fähigkeit ihren Begleiter heranzieht. Den Roboter mit der Melone: Bob.

Das erste Kind des Nexus: Orphea

Obwohl Heroes of the Storm alle Helden der einzelnen Blizzard Universen zusammenführen sollte, hat sich die Firma überlegt einen völlig neuen Helden zu kreieren, der außer in Heroes nirgends vorkommt.
Sie nennt sich Orphea und ist die Tochter des Rabenlords.
Experten zufolge ist sie grundsolide, es wird allerdings nicht erwartet, dass sie den Weg in die Meta finden wird.

Im Weltraum nichts Neues

Für Starcraft sieht die Zukunft leider wirklich eher mau aus.
Neben einem neuen Coop-Kommandanten – Zeratul – wurde leider nichts Besonderes angekündigt.

Diablo: Immortal – der größte Rückschlag der Firmengeschichte

Kommen wir zum großen Finale der Blizzcon, das Millionen von Spieler als einen herben Schlag ins Gesicht wahrnehmen.
Es handelt sich hierbei schon direkt nach der Ankündigung um einen schweren Milliardenschaden im Aktiengeschäft von Activision Blizzard und das negative Feedback, das in der Firma eingeht, hält bis heute an.
Nachdem sich Fans seit Monaten auf einen neuen Teil der beliebten Diablo-Reihe freuten und teils nur dafür Flugtickets nach Kalifornien, sowie Messetickets kauften, stellte sich der große Reveal der Entwickler als ein mobiles Spiel für das Smartphone heraus, der bereits existierenden Spielen auf dem Handy sehr ähnelt und qualitativ nicht mal auf dem neuesten Stand zu sein scheint.
Der Aufruhr lies nicht lang auf sich warten, und so wurde das Spiel direkt als verspäteter Aprilscherz bezeichnet.
Die Entwickler reagieren bisher auf das Feedback leider nicht sehr souverän und es bleibt abzuwarten, was nun mit Diablo: Immortal passieren wird.