Battlefield 5 – was hält der neueste Teil der Reihe?

Bereits im Vorfeld wurde nicht mit Superlativen gespart, wenn es um das Thema Battlefield 5 ging. So wurde mehr Dynamik, mehr Taktik, aber auch mehr „Zusammen“ im selben Satz mit dem taktischen Ego-Shooter genannt. Doch bringt Entwickler DICE tatsächlich den Ausnahme-Shooter auf den Markt, den alle erwarten?

Zurück zu den Wurzeln

Es ist schon eine ganze Weile her, dass der erste Teil der Battlefield-Reihe auf den Markt kam. Wird der Blick auf die Vergangenheit gerichtet, stellt der Spieler schnell fest, dass sich Battlefield an vielen Krisenherden versucht hat. Mit Battlefield 5 jedoch kehrt die Serie zu den eigenen Wurzeln zurück und lässt das Szenario des Zweiten Weltkriegs erneut aufleben. Denn im Jahre 2002 startete Battlefield genau dort: Im vom Krieg zerfressenen WWII. Dabei teilen die Schweden um das Studio DICE,  Battlefield 5 in zwei Segmente.

Auf der einen Seite präsentieren sie dem Spieler inhaltlich drei Kriegsgeschichten von drei Protagonisten. In diesen erlebt er das individuelle Schicksal hautnah und aus einer persönlichen Perspektive. Auf der anderen haut einem Battlefield 5 mit dem atemberaubenden Mehrspieler gehörig mitten ins Gesicht. Denn dieser wird nicht umsonst als „Herzstück“ des neuen Teils bezeichnet.

Kampagne mit Blickwinkel

Wer sich an die einzelnen Kriegsgeschichten macht, startet mit dem Briten Billy Bridger. Dieser müsste im Knast sitzen, wird jedoch für die vollständige Straffreiheit für die Royal Navy rekrutiert. Dabei geht er auf eine Guerilla-Mission im heißen Nordafrika. In der recht weitläufigen Welt, die sich in der Wüste abzeichnen, werden anschließend diverse Aufgaben erledigt. Wie der Spieler dabei vorgeht, ist ihm meist selbst überlassen. So entscheidet jeder frei, ob durch die Gegend geschlichen oder mit roher Gewalt alles kurz und klein geschossen wird. Zu verdanken ist das dem Sandbox-Design, mit dem die Missionen gestaltet wurden.

Kontrastreich zeigen sich die beiden anderen Geschichten. So schlüpft der Spieler in „Nordlys“ in die Rolle einer norwegischen Widerstandskämpferin. Vereiste Fjorde, jede Menge Schnee und Skifahren inklusive. Dabei zeichnet Entwickler DICE hier ein Mutter-Tochter-Drama, das auf wahren Begebenheiten basieren soll. Von der Kälte in Skandinavien geht es abschließend in die Provence. Hier soll in der Rolle eines senegalesischen Kolonialsoldaten, die Frontlinie durchbrochen werden.

Jede dieser Kriegsgeschichten überzeugt und bietet stundenlangen Spielspaß. Leider flimmern nach rund 8 bis 9 Stunden die Credits über den Bildschirm. Und auch wenn es ab und an Aussetzer der KI gibt, sind die Kriegsgeschichten, die wir bereits in Battlefield 1 geliebt haben, eine runde Sache. Zudem erwartet den Spieler mit „The Last Tiger“ ein Gratis-DLC, der im Dezember veröffentlicht werden soll.

Herzstück Multiplayer

Der Mehrspieler-Modus in Battlefield 5 bringt zahlreiche Änderungen im Gameplay. Daher kann dieser zurecht als das Herzstück betrachtet werden. Den Anfang macht das Munitions-System. Da jeder Spieler zwar mit Munition in den Kampf aufbricht, diese jedoch auf zwei Magazine beschränkt ist, muss dringen für Nachschub gesorgt werden. Dies geschieht über das Auffinden von Munition oder aber durch Versorgungssoldaten des eigenen Trupps sowie Munitionskisten, die von diesen aufgestellt werden. Damit wird schnell klar: Ohne das eigene Team geht es nicht. Ebenso trägt das Barrikaden-System dazu bei, das mit dem Team Sandsäcke gestapelt, Holzverschläge gezimmert und Stacheldraht gezogen wird. Dies ist jedoch nicht überall möglich, sondern meist an besonders umkämpften Stellen oder strategisch wichtigen Punkten. Ebenso an Gebäuden, die durch die Wirren des Krieges in Mitleidenschaft gezogen wurden und nun als Barrikade dienen kann. Ebenso hat DICE das Respawn-System überarbeitet, Sanitäter können sterbende Kameraden nun wieder ins Leben zurückholen und es können natürlich mächtige Boni abgerufen werden, wie Raketenangriffe oder die Verfügbarkeit des Churchill Crocodile Tank.

Neue Spielmodi

Neben dem halben Dutzend verschiedener Spielvarianten kann Battlefield 5 mit den „Großen Operationen“ punkten. Dies sind mehrstufige Mehrspieler-Gefechte. Diese bauen aufeinander auf und werden über mehrere virtuelle Spieltage hinweg gespielt. Ebenso darf ein „Last Man Standing“ nicht fehlen. Dieser wird mit „Letztes Gefecht“ geboten und erlaubt es, 32 Spielern in zwei Teams gegeneinander antreten zu lassen. Der eigentliche Battle-Royal-Modus „Feuersturm“, kommt laut DICE im März 2019.

Battlefield 5 – ein Fazit

Mit dem neuesten Battlefield-Teil verhilft DICE der Reihe zu neuem Glanz. Die Grafik ist beeindruckend und bietet atemberaubende Zerstörungseffekte. Dank des geförderten Teamplays fühlt sich Battlefield 5 sehr viel authentischer an. Ebenso bietet DICE eine faire DLC-Politik und verspricht zukünftige Inhalte wie Spielmodi, Karten und vieles mehr.